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TRIPLAN Upgrade


29.11.2002
Nord LB

Bei Kursstärke Aktien der TRIPLAN AG (WKN 749930) verkaufen. Dies empfiehlt der Analyst Ansgar Rauch von der Norddeutschen Landesbank.

Das Unternehmen veröffentliche keine Zahlen für Auftragsbestand und -Eingang. Im Bereich Engineering Services seien jedoch einige größere Projekte im dritten Quartal akquiriert worden, die die Kapazitäten in den nächsten 6-12 Monaten auslasten dürften.

Der Bereich Engineering Services habe in den ersten neun Monaten 2002 einen Umsatz von 19,3 Mio. Euro erzielt. Dies entspreche einem Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 16 Prozent. TRI PLAN spüre in diesem Geschäftsbereich auch die allgemeine Investitionszurückhaltung in der deutschen chemischen Industrie. Aus diesem Grund seien auch die Umsätze mit den traditionell wichtigen TRIPLAN-Kunden rückläufig gewesen. Durch den Aufbau von neuen Geschäftsbeziehungen mit Kunden aus der Chemie- und der Automobilindustrie seien die Auftragsrückgänge mit den wichtigen Bestands-Kunden mehr als kompensiert worden. Hinzu komme, dass die Umsätze aus dem Bereich Shared Services (digitale Fabrikplanung) weiter ausgebaut worden seien und dem Segment Engineering Services zugeordnet werden.

Der Bereich Technology Services habe in den ersten neun Monaten 2002 einen Umsatz von 5,6 Mio. Euro erreicht. Damit seien die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11% zurückgegangen. Dies sei hauptsächlich auf die Kaufzurückhaltung auf den IT-Märkten zurückzuführen. Die kürzliche Akquisition eines größeren Auftrages werde sich unterstützend auf das Lizenzgeschäft im Jahr 2003 auswirken.

Die Reorganisation des Bereichs Technology Services sei noch unter dem Alleinvorstand Herrn Dr. Volker Schlüter eingeleitet worden. So seien vor allem die Personalkosten durch Freisetzungen von Mitarbeitern deutlich gesenkt worden. Dieser Effekt habe sich erstmals deutlich im dritten Quartal bemerkbar gemacht. Des Weiteren seien die Kapazitäten am Standort Bad Soden gebündelt und die Standorte Hofheim-Wallau und Friedrichsdorf/Taunus geschlossen worden.


Zu diesem Zweck seien sämtliche IT-Aktivitäten zum 01.10.02 in die neu gegründete TRIPLAN IT-GmbH eingebracht worden. In einem zweiten Schritt solle dann auch die Tochtergesellschaft CADISON Software GmbH in die neue Gesellschaft integriert werden.

Seit dem 01.10.02 habe der Aufsichtsrat Herrn Ralf Heimberg zum Vorstands-Vorsitzenden und IT-Vorstand berufen. Herr Ralf Heimberg arbeite seit Jahren in der Softwarebranche und sei zuletzt Geschäftsführer bei der Firma Tecnomatix und hier für den gesamten deutschsprachigen und osteuropäischen Bereich verantwortlich gewesen. Herr Dr. Volker Schlüter werde weiter den Bereich Engineering verantworten.

TRIPLAN verfüge per 30.09.02 über liquide Mittel in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Durch die Verlustsituation habe sich das Eigenkapital auf 6,3 Mio. Euro verringert. Bereinigt um den Geschäfts- und Firmenwert ergebe sich ein wirtschaftliches EK von 3,5 Mio. Euro. Würde man auch noch die immateriellen Vermögensgegenstände, wie im Kreditbereich üblich, subtrahieren, wäre das EK mit EUR 0,6 Mio. sogar negativ.

Das Researchteam erwarte für das Geschäftsjahr 2003 einen Umsatzanstieg von 12% auf 37,8 Mio. Euro. Durch die Einsparungen im Personalbereich und bei einer unterstellten abnehmenden Materialaufwandsquote von 31,85% gehen die Analysten davon aus, dass TRIPLAN den Turn-Around in 2003 schaffen könne. Die einzelnen Quartale werden jedoch nur leicht positiv und zum Teil auch noch leicht negativ ausfallen.

Die angespannte Liquiditätslage und die geringe Eigenkapitalausstattung sehe das Researchteam weiterhin als kritisch an. Zudem müsse TRI PLAN erst noch beweisen, dass das Unternehmen nicht nur auf EBITDA-Basis wieder positive Zahlen schreiben könne. Das Researchteam erwarte zukünftig weiterhin eine unterdurchschnittliche Entwicklung zum Markt.

Aufgrund der positiven Tendenz im Geschäftsverlauf stufen die Analysten der Nord LB jedoch die TRIPLAN-Aktie von "verkaufen" auf "reduzieren" herauf.




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